Sammlung aktuell

In unserer Reihe „Sammlung aktuell“ nehmen wir Sie mit in unseren Alltag im Sammlungszentrum. In unregelmäßigen Abständen informieren wir über den Umzug und die Revision der Sammlung. Wir stellen Objekte und ihre Biografien vor. Begleiten Sie uns in die Depoträume und bei der Arbeit mit der Sammlung!

#2 Textilschädlinge im Fokus – Schritt für Schritt ins neue Textildepot

Nach der erfolgreichen Kältebehandlung unseres kompletten Textilbestandes gegen Schädlinge Ende letzten Jahres muss dieser nun in neue Kartons umgepackt werden. Nicht nur Insekten können Schäden an den Textilien verursachen, sondern auch ungeeignetes Verpackungsmaterial. Aus diesem Grund entsorgen wir die alten Schachteln und verpacken die etwa 7.000 Textilien unserer Sammlung in neuen archivgerechten Papieren und Kartons. Diese eignen sich zur Langzeitlagerung von Museumsobjekten.

Bei der Umlagerung prüfen wir den Zustand und korrigieren oder ergänzen bei Bedarf die Datenbank-Einträge für die einzelnen Objekte. Um jedes Teil eindeutig identifizieren und leicht wiederfinden zu können, verzeichnen wir auch die Kartons und Lagerorte digital. Dazu erhält jedes Objekt ein Etikett mit QR-Code, der gescannt und mit unserer Datenbank verknüpft wird. So können wir mit wenigen Klicks sehen, in welchem Depotraum, Regal, Fach und Karton sich die Objekte befinden.

Magaziniert werden die verpackten Textilien im Depot in Winkelträgerregalen. Jede Schachtel liegt dort auf einem eigenen Winkelträger. Das ist platzsparend und ermöglicht zugleich den leichten Zugriff auf die großen Textilkartons. 

#1 Textilschädlinge im Fokus – So schützen wir unseren Textilbestand

In der ersten Folge behandeln wir im wahrsten Sinne des Wortes unseren Textilbestand. Etwa 7.000 Kleidungsstücke und textile Objekte werden in 940 Kartons vom alten Außendepot zum Sammlungszentrum nach Nördlingen gebracht. Bevor sie jedoch in die neuen Depoträume dürfen, unterziehen wir sie in einem mobilen Klimacontainer einer Kältebehandlung. Sie werden bei -30 °C schockgefrostet, bleiben dann noch ein paar Tage bei -20 °C eingefroren und werden dann langsam wieder aufgetaut. So gehen wir sicher, dass wir keine Kleidermotten oder anderen Schädlinge ins Depot einschleppen. Ein Behandlungszyklus dauert sechs Tage. Nach dem ersten folgen in den nächsten Wochen drei weitere. Wie es dann mit den Textilien weitergeht, erfahren Sie in Folge #2.